Zeit (zum) Schenken

Weihnachten 2020 steht vor der Tür.
Zum ersten Mal im Leben ist gemeinsame Zeit ausverkauft und Umarmungen sind aktuell nicht lieferbar.

Wie konnte es bloss soweit kommen? Es ist wohl höchste Zeit, unsere Wunschzettel zu überdenken.

Hast du dir schon mal überlegt, warum wir Kindern Geschenke machen?
Die Actionfigur, weil Tim sie sich so sehr gewünscht hat. Die Barbiepuppe, weil Laura so lieb war, eine Blockflöte, damit Sina die Musiknoten lernt, ein Buch, damit Thomas mehr liest – sind Geschenke demnach Liebesbeweise oder ein stillschweigendes Tauschgeschäft?
Oder geht es um die Sehnsucht nach diesem Augenblick der Nähe, wenn das Kind mit glänzenden Augen Danke sagt? Pusten wir den ganzen Glitzer mal zur Seite: Diese Verbundenheit lässt sich mit keinem Geld der Welt kaufen. Sie entsteht ganz natürlich, und zwar nicht in den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten. Nämlich dann, wenn ein Kind im Alltag spürt, dass etwas ernst gemeint ist, dass das Interesse echt ist und aus tiefstem Herzen kommt.

Was war das schönste Geschenk, das du als Kind je zu Weihnachten bekommen hast? Vermutlich leuchten jetzt deine Augen und dir wird ganz warm ums Herz. Bestimmt war es nicht das teuerste Geschenk, das dir in Erinnerung geblieben ist, sondern das Gefühl, das du damit und mit der Person, die es dir geschenkt hat, verbindest.

Wertschätzung
Das erste und grösste Geschenk erhalten wir alle bei unserer Geburt: das Leben.
Wir werden getragen und beschützt, bis wir stark genug sind, unseren eigenen Weg zu gehen. Dafür brauchen wir Nahrung, Liebe, Zuwendung, Wärme und Geborgenheit. Es sind also nicht die Statussymbole, die unser Leben bereichern. In Wahrheit können wir sogar auf alles verzichten, aber nicht auf die Kinder, weil dies das Ende der Menschheit wäre. Und genauso wenig können Kinder auf die Erwachsenen verzichten, weil sie es alleine nicht schaffen würden. Wo es uns gelingt, einander wertzuschätzen, erschaffen wir einen Ort, an den ein Kind immer wieder zurückkehrt, um sich vor den Stürmen des Lebens zu schützen, um aufzutanken und um sich auf die nächste grosse Reise vorzubereiten.
Diesen sicheren Hafen gibt es nirgends zu kaufen. Er entsteht von ganz alleine überall dort, wo ein Kind spürt, dass es begleitet und bedingungslos geliebt wird, und wo es sich frei entfalten darf.

Wunschzettel
Natürlich haben Kinder kleine und grosse Herzenswünsche auf ihrem Wunschzettel. Doch wie auch immer wir sie ihnen erfüllen, wir bezahlen mit der Zeit. Überschütten wir unsere Liebsten an Weihnachten, weil wir das ganze Jahr über keine Zeit für sie haben, kompensieren wir unser schlechtes Gewissen. Damit verlieren wir über kurz oder lang unsere emotionale Bindung. Wir wissen nicht, worüber sie sich freuen, verpassen viele wertvolle Augenblicke, und das Fundament fängt an zu bröckeln. Sind uns unsere Kinder, Freunde und Familien wirklich etwas wert, dann sind wir bereit, zu verzichten und bezahlen ohne zu zögern mit der kostbarsten Währung, die es gibt: unserer Zeit.

Die Zeit geht nicht schneller vorbei als früher. Jeder Tag hat 24 Stunden und jede Stunde 60 Minuten. Wir entscheiden in jedem Augenblick, was wir damit tun möchten. Ich wünsche dir von Herzen, dass du dir deiner Zeit bewusst wirst. Dann wird dein Wunschzettel vermutlich ganz klein und deine Freude riesengross.

Nimm dir Zeit
Gibt es in deinem Leben Dinge, die du ändern möchtest? Gerne unterstütze ich nicht nur dein Kind, sondern auch dich als Mama oder Papa mit Yogatherapie oder einem Einzelsetting, damit du deinem persönlichen Herzenswunsch ein Stück näher kommst.

Yogatherapie und Einzelsetting

Habs wundervoll und entspannt.
Fröhliche Weihnachen und einen gesunden Rutsch ins neue Jahr.

Namaste,
Rebecca & Kids Yoga

 


Bewerten Sie diesen Blog-Eintrag?
  • 5/5
  • 1 Bewertungen
1 BewertungenX
Sehr schlecht!Schlecht!Ok!Gut!Sehr gut!
0%0%0%0%100%




Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *