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Rebecca im Interview

Heute stellen wir Euch die gute Seele hinter und Yogapädagogin von Kids Yoga vor – Rebecca. Und wir nutzen die Zeit, um von Rebecca wichtige Fragen beantwortet zu bekommen, unter anderem: weshalb eigentlich Kinderyoga?

Rebecca, warum sollen jetzt „auch noch“ Kinder Yoga praktizieren?

Weil Yoga bei Kindern schneller mehr bewirken kann, als bei Erwachsenen. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit, in der immer mehr von uns gefordert wird. Unsere Sinnes-Sensoren sind stehts nach aussen gerichtet und wir werden mit Informationen überflutet. Kinder werden heutzutage bereits von klein auf Hektik und Stress begleitet – sie eilen vom Kinderschwimmen zum Ballett, von der Schule zum Musikkurs, von der Nachhilfe zum Tennis- und Sprachkurs. Es bleibt kaum noch Zeit für freies Spiel, somit fehlt den Kindern die Zeit, sich im Spiel frei entfalten zu können. Mit Yoga bekommen Kinder ein Werkzeug in die Hand, mithilfe dessen sie sich selbst regulieren können. Und das brauchen die Kinder bei der Bewältigung des Stresses.

Und wie hilft Yoga den Kindern dabei?

Yoga ist für Kinder ein Raum, bei dem sie sich frei entfalten dürfen. Wir üben in diesem Raum Yoga ohne jeglichen Leistungsdruck oder das Gefühl, etwas falsch oder nicht perfekt zu machen. Yoga wird absolut den Bedürfnissen der Kinder angepasst, denn Kinder haben eben andere Bedürfnisse als Mamas, Papas oder Lehrer. Sie benötigen einen Raum, in dem sie loslassen und sich fallenlassen dürfen, sich frei bewegen können und dabei merken, dass sie so wie sie sind völlig okay und perfekt sind. Das stärkt Selbstvertrauen, ein gutes Körpergefühl und fördert die Achtsamkeit sich selbst und Anderen gegenüber.

Klingt toll! Aber was macht Ihr denn in den Yogastunden? Ist Yoga nicht mit viel Konzentration und Haltungen verbunden, die korrekt ausgeführt werden müssen?

Spezielle Übungen gibt es bei uns keine. Die Kurse für Klein und Groß unterscheiden sich eher in der Vermittlung. Kinder-Yoga ist spielerischer. Ich nutze vor allem Bilder und Geschichten und verlasse mich dabei voll auf das Einfühlungsvermögen der Kinder. Kinder üben in Bildern: Während man Erwachsenen erst einmal erklären muss, wo welches Bein, welcher Arm und welche Hand hinkommt, ist der Raum in einem Kinder-Yoga-Kurs schnell von Miauen erfüllt und die meisten der kleinen Yogis gehen automatisch in den Vierfüssler-Stand und machen einen Katzenbuckel. Kinder sind schnell im Bild der Haltung.

Kinder Yoga ist lustiger, unkonventioneller und lauter. Manchmal aber auch leise. So wie Kinder eben auch sind. Wenn die Kinder in meinen Kursen die Haltung des „Baums“ üben, korrigiere ich nicht, wie das im Erwachsenen-Yoga üblich wäre.
Bei mir darf jeder Baum anders sein – wichtig ist lediglich, dass die Kinder sich in ihrer Bewegung frei ausdrücken dürfen.

Vielen Dank, Rebecca!

 


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