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Was ist Yoga und warum wird Yoga für Babys angepasst?

Haus juna in Richterswil

Yoga ist der Überbegriff für eine Vielzahl von körperlichen und geistigen Übungen.
Wörtlich übersetzt bedeutet das Sanskrit-Wort „yoga“ u.a. „Verbindung, Vereinigung, Methode oder Technik“.
Die Wurzeln des Yoga liegen in Indien und Yoga zählt zu den ältesten Wissenschaften, die sich mit dem Menschen in seiner Ganzheit beschäftigen. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich im Westen besonders das mehr körperorientierte Hatha-Yoga verbreitet und weiterentwickelt, jedoch findet man auch sehr viele andere Style des Yoga welche sich mit der Philosophie, des Geistigen beschäftigen.

Yoga ist weder Sport noch Religion, sondern ein körperliches und geistiges Training. Aufgrund des systematischen und ganzheitlichen Ansatzes und der überzeugenden Wirkung findet Yoga heute AnhängerInnen in allen Alters- und Gesellschaftsschichten.
Zudem ist Yoga ein Übungssystem, das auf genauen Kenntnissen des menschlichen Körpers und seiner Funktion beruht. Die Übungen wirken auf den ganzen Körper, das Drüsen- und Nervensystem, den Blutkreislauf, das Rückrat, die Gelenke, auf Muskeln und Organe. Manche Übungen stärken die Willenskraft und Stabilität, fördern die Gedächtnisfähigkeit und erhöhen die Konzentration. (vgl. Proßowsky, 2007)

Baby Yoga ist eine wertvolle Methode für die Bezugsperson und das Baby in Kontakt zu treten. Eine Verbindung zwischen Mutter und Baby, welche durch das Zusammenspiel ihre Bindung aufbauen und vertiefen können.

Baby-Yoga ist ein wunderbarer Weg, wie sich Eltern und Kind kennenlernen, miteinander entspannen und eine starke Beziehung aufgebaut werden kann. Babyyoga wird meist mit einer Massage des Babys ergänzt und/oder kombiniert so einerseits Bewegung und andererseits Berührung. Eltern, die mit ihrem Kind Yoga machen möchten, beginnen z. B. mit einer Massage zur Kontaktaufnahme und sanften körperlichen Stimulation des Babys. Es folgen Yogaübungen, die das Baby noch nicht selbstständig ausführen kann: Die Mutter oder der Vater führt seine Beine, Arme etc. fliessend und sanft in die verschiedenen Positionen. Es gibt solche Körperübungen zur spielerischen Förderung der Beweglichkeit, des Gleichgewichts, der Kraft oder auch des Rhythmusgefühls. Baby-Yoga wurde von der Engländerin Françoise Barbira Freedman, selbst Mutter von vier Kindern, entwickelt. Freedman ist Anthropologin und Yogalehrerin und hat klassisches Yoga an die Bedürfnisse von Frauen während Schwangerschaft und Rückbildung angepasst. Als Grundlage diente ihr u. a. das Studium des Umgangs mit Babies in anderen Kulturkreisen. Yoga hilft, das Erlebnis von Schwangerschaft, Geburt und Rückbildung zu bereichern und die Interaktion mit dem Baby von Anfang an positiv und mit viel Liebe und Einfühlung zu gestalten.

Baby-Yoga integriert sozusagen die Babymassage und weitet sie vom Berührungs- zum Bewegungserlebnis für das Baby. Das Baby erlebt durch die Yogaübungen seinen Körper im dreidimensionalen Raum. Gerade auch etwas ältere Babys lieben die etwas aktivere Form des Yoga sehr.

Yoga löst durch Körperübungen bei der Mutter, die mit verschiedenen Atemtechniken ergänzt werden, physische und auch psychische Spannungen. Schwangerschaft, Geburt und das Leben mit einem Neugeborenen bedeuten für eine Frau körperlich und seelisch sehr grosse Veränderungen. Yoga kann helfen, den Kontakt zu sich selbst auch in den anstrengenden ersten Monaten mit einem Baby nicht zu verlieren, Körper und Seele zu stärken und Wohlbefinden herzustellen. Die ruhige Form der Körperübungen erlaubt es zudem, schon ganz kleine Babies zu integrieren und so die Übungen einfach in den Alltag einzubauen.

Baby-Yoga eignet sich für alle Eltern und ihre Kinder, sofern sie keine speziellen gesundheitlichen Probleme haben. Baby-Yoga und Babymassage bringt Mutter und Kind viel Freude mit- und aneinander, lässt sie eine gute Zeit miteinander verbringen und entspannt sowohl die Mutter als auch das Kind. Baby-Yoga fördert aber auch spielerisch die körperliche Entwicklung und das körperliche Wohlbefinden des Kindes: Durch die Massage und die Bewegungen erlebt es seinen Körper und gewinnt ein Gefühl für die Dreidimensionalität der Welt. Gewisse Übungen können z. B. Verdauungsprobleme des Kindes lindern helfen. Das Einklanggefühl mit der Mutter stärkt zudem die Beziehung. Die Mutter achtet beim Yoga genau auf die Reaktionen ihres Kindes und auf ihre eigene Intuition. Sie gewinnt so Sicherheit im Umgang mit dem Baby. Yoga kann eine schöne körperlich und seelisch bereichernde Tagesroutine oder ein Ritual werden, das dem Kind Orientierung vermittelt. Nicht zuletzt ermöglicht es die Yogapraxis der Mutter, ihren Körper in der Rückbildung zu unterstützen.

Es braucht keine Yoga- oder sonstige Vorkenntnisse, um mit Baby-Yoga und der Babymassage zu beginnen. Mit Vorteil lässt man sich zu Beginn im Rahmen eines Kurses anleiten. Viele Anbieter stehen zur Auswahl und man sollte sich auf sein Gefühl verlassen welcher der richtige Kurs für sich und das Baby sind. Es gibt aber auch Bücher, in denen viele Baby-Yoga-Ideen zu finden sind, z. B. von Françoise Barbira Freedman. Einmal gelernt kann man jeden Tag ganz einfach zu Hause mit seinem Baby Yoga machen und es massieren.

Im März startet unser Mama und Baby-Yoga Kurs im Haus Juna in Richterswil.


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